Projekte an der Oberschule Varrel

Über den Unterricht hinaus möchte die Oberschule Varrel ihren Schülerinnen und Schülern eine optimale Vorbereitung für die Zukunft gewährleisten. So gibt es diverse Projekte – neben den Angeboten des Nachmittagsunterrichtes – die mehr bieten als reiner Unterricht.

Auf dieser Seite möchten wir sie über die unterschiedlichen Projekte der Oberschule Varrel informieren.

Problemen vorbeugen durch Prävention „Wir sind stark“

„Vorsorge ist besser als Nachsorge“ – so lautet ein altes Sprichwort. Diese Weisheit wurde in den beiden Klassen des Jahrganges 6 im Küsterhaus in Varrel umgesetzt. Unterstützt durch die  Polizeibeamtin Sonja Fehrs vom Präventionsteam Diepholz, dem Schulsozialpädagogen Jens Grunert und den Klassenlehrerinnen arbeiteten die Schüler an präventiven Maßnahmen gegen Gewalt.

Bei dem Projekt „Wir sind stark“ hat den Schülern insbesondere das Spielen Spaß gemacht. Aber natürlich haben die Schüler auch einiges gelernt. Folgende Aussagen wurde von den Schülern gemacht:

„Gewalt ist keine Lösung“

„Wie gut die Klasse zusammen hält!“

„Die 3 L’s: Licht, Lärm, Leute. Wenn man sich bedroht fühlt, passiert weniger oder gar nichts, wenn man dorthin geht, wo Menschen sind, wo es hell ist und wo es laut ist.“

„Ich habe viel mehr Vertrauen in meine Klasse. Außerdem habe ich gelernt, dass Jungs oder Leute, die anders sind, nicht gleich ekelig oder dumm sind.“

„Ich habe gelernt, dass man auch mit Mädchen zusammenarbeiten kann, ohne dass sie gleich „ich“ schreien.“

Zusammenfassung zu den Klimascouts und der Zusammenarbeit mit der Namib Highschool über das „Sonnenkinder-Projekt“

Die Partnerschaft zwischen der Oberschule Varrel (OBS Varrel) und der Namib High School in Swakopmund/Namibia (NHS) wurde durch das Sonnenkinderprojekt Namibia e.V. initiiert. Ziel und Thema ist der Aufbau und die Weiterführung einer Nord-Süd-Partnerschaft für den Klimaschutz. Es gilt Kinder und Jugendliche für die Auseinandersetzung mit Themen wie „globale Umweltzerstörung“ sowie „Klimawandel und Klimaschutz“ weltweit zu begeistern und den Dialog zu fördern. 

Primäres Standbein der Partnerschaft wird an beiden Schulen die eingerichtete Klimascout-AG sein, in deren Rahmen vor allem ein Ideenaustausch und gemeinsame Projekte stattfinden. Außerdem werden an der OBS Varrel immer wieder Wahlpflichtkurse mit den Schwerpunkten Klimaschutz und Afrika angeboten werden, um die nachrückenden Schülerinnen und Schüler für diese Themen zu sensibilisieren und einen Fortbestand der AG sicher zu stellen.

Bei den Besuchen und einzelnen Projektideen kann dabei auf alle Lehrkräfte der Schule zurückgegriffen werden, je nachdem welche Schwerpunktsetzung (Fächerinhalte) benötigt werden. Außerdem gibt es von Seiten der OBS Varrel bereits einen sogenannten Klimatag, der immer zu Beginn des 2. Halbjahres stattfindet und an dem die einzelnen Jahrgänge an festgelegten Themen rund ums Thema Klima und Klimaschutz arbeiten. 

Projekte aus der Klimascout AG werden z.B. am Tag der offenen Tür oder anderen Besuchertagen präsentiert.

Auch die Samtgemeinde Kirchdorf, in der die OBS Varrel liegt, hat von Seiten der Politik Unterstützung für dieses Projekt zugesagt. Ebenfalls steht der Förderverein der Schule hinter diesem Projekt.

Die Zusammenarbeit mit der OBS Varrel soll dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichem sozialem Umfeld gemeinsam zum Aufbau einer positiven Zukunft in Namibia beitragen.

Für unsere Schulform stellt die Kooperation mit einer ausländischen Partnerschule ein besonderes Angebot dar. Bedingt durch die Schulform, -größe, die ländliche Lage und die sozioökonomischen Verhältnisse von vielen Schülern ist der Besuch einer ausländischen Partnerschule eine Rarität. Ähnliches gilt für die Schüler der NHS. Oftmals schränken die finanziellen Möglichkeiten der Eltern oder auch der Schule Aktivitäten dieser Art ein oder sind sogar unmöglich. Außerdem zeichnen sich die an dem Projekt teilnehmenden Schüler:innen  durch eine höhere Einsatzbereitschaft für die von uns gemeinsam gewählte Thematik aus. Die geplanten Reisen sollen dieses besondere Engagement fördern und den ,,Horizont“ dieser Schüler erweitern. Eine frühere Kooperation im Rahmen des Comenius-Projekts hat gezeigt, dass die unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Unterschiede zwischen den Schülern kein Hindernis für eine gute Kommunikation und Interaktion darstellen. Die gleichen Erfahrungen konnten auf der Anbahnungsreise auch bereits machen.

Die Namib High School (NHS) ist eine weiterführende Schule. Dort werden die Jahrgänge 8-12 unterrichtet. Die 602 Schüler:innen werden auf Englisch unterrichtet, zusätzlich wird an dieser Schule Deutsch gelehrt. Dies gibt eine tolle Grundlage für einen zweisprachigen Austausch. Die Kommunikation kann zum Teil somit auch in beiden Sprachen stattfinden.

Die Schüler:innen der namibischen Schule kommen aus allen Teilen Swakopmunds. 

Wie in vielen Ländern üblich, tragen alle Schüler eine Schuluniform. So sind die sozialen und finanziellen Unterschiede im schulischen Alltag nicht so offensichtlich.

Die Schüler sollen sich mit dem Unterschied zwischen Wetter und Klima auseinandersetzen. Wie hat sich das Klima in den letzten Jahrzehnten verändert und welche Folgen kann diese Erderwärmung für uns mit sich bringen? Es soll hierbei auch auf konkrete Probleme in den eigenen Ländern eingegangen werden. Dies kann im Rahmen von gemeinsamen Workshops erarbeitet werden.

Gleichzeitig sollen sie mit Möglichkeiten vertraut gemacht werden, wie der Verbrauch von fossilen Brennstoffen reduziert werden kann, da dies maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt. Hierbei stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten in den beiden Partnerländern hierfür in Frage kommen. Als Aktivitäten bieten sich hier die Besichtigung verschiedener Erneuerbaren Energien an, die wir in der Region haben. Dazu zählen Windkraft, Biogas und Photovoltaik. 

Das Prinzip der Solarthermieanlagen kann im Bau einer eigenen kleinen Anlage verdeutlicht und erklärt werden.